Interview mit dem Grafik Designer Michael Wiethaus aka Der Butter


JB: Kannst Du Dich kurz vorstellen?

 MW: Servus ich bin der Michael Wiethaus, vielen besser bekannt als der Mixen. Ich bin 37 Jahre alt und in Freising geboren. Ich bin im Münchner Umland aufgewachsen, lebe und arbeite aber schon seit langer Zeit in München als Grafik Designer, Künstler und Dozent.

 JB: Unser Collab-Tee "WHO THE BENG IS JECKY"

MW: Es hat mega Spaß gemacht mit euch das Shirt zusammen zu machen! Ich mag es einfach wenn man einen Brand feiert und dann eine Zusammenarbeit daraus entsteht!

JB: Bitte erzähle uns ein wenig von Dir und Der Butter

 

 © Constantin Tran

MW: Über mich? Haha, keine Ahnung, was wollt ihr wissen? Also wie gesagt, ich bin Grafik Designer, hauptberuflich beim SHRN - Soo Hot Right Now Skateshop hier in München und doziere ein mal die Woche an der Ifog Akademie Grafik Design. An den restlichen Tagen der Woche arbeite ich frei beruflich als Grafiker an allerhand Aufträgen und Projekten, u.a. an meinem Projekt #derbutter. Bei der Butter handelt es sich um eine Sammlung von bayerischen Sprüchen und Ausdrücken die ich mit handgemachten Plakaten, Prints und Merchandise versuche zu konservieren. Ich bin mit Dialekt groß geworden und, obwohl mein Hochdeutsch tadellos ist, wird man doch öfter auf bestimmte Wörter und Ausdrücke angesprochen. Auch in München! Das habe ich zum Anlass genommen um diese Wörter und Ausdrücke in einem kleinen Buch zu sammeln und habe das dann vor ein paar Jahren für eine Ausstellung auf große Formate übertragen. Seit dem ist das Projekt stetig gewachsen und ich hänge jetzt in vielen Wohnungen, Büros und Gaststätten.

  

JB: An was arbeitest Du sonst noch so?

MW: Konstant arbeite ich eigentlich nur an #derbutter und für den SHRN Skateshop. Ich stehe dort ein mal die Woche im Laden und kümmere mich sonst um unsere Eigenproduktionen, den Newsletter und was es sonst noch visuelles dort zu tun gibt. Der Shop gehört sehr guten Freunden von mir und es macht auch nach fast 8 Jahren immer noch sehr viel Spaß. Bei der Ifog Akademie betreue ich das 3. und 4. Semester. Die Studenten arbeiten bei mir ihre eigene Schrift samt dazu gehörigen Booklet aus bzw. bereiten sich bei mir auf ihr Praxis-Semester vor. D.h. wir arbeiten zusammen ihre Portfolios aus und besuchen verschiedene Büros in München. In der wenigen Zeit die mir für freie Arbeiten bleibt mache ich eigentlich was ich will. Ich versuche immer meine Interessen in meine Arbeit einfließen zu lassen, das wären z.B. Matchplakate für den Panenka FC, eine Hobby-Fußballmannschaft für die ich spiele, oder Illustrationen für den Mariposa Boxclub wo ich auch selber boxe. Ein großes Projekt für nächstes Jahr wird mein eigenes Kochbuch sein. Ich versuche immer aus diesen freien Sachen Aufträge zu generieren was eigentlich ganz gut klappt (klopfe auf Holz), haha!

  

JB: Gibt es einen Lieblingsort?

MW: Sich auf einen zu beschränke wäre fies! Also ich liebe es gerade bei uns daheim in Sendling zu sein, aber ich liebe es auch draussen bei der Gärtnerei meiner Eltern abzuhängen. Im Laden fühle ich mich zur Zeit auch super wohl muss ich sagen. Wenn man mich aber so fragen würde, dann würde ich den Viktualienmark wählen, da bin ich oft und gerne! Einen Ort den ich gerade sehr vermisse ist das Grünwalder Stadion, da darf man ja momentan nicht rein leider. Allgemein vermisse ich es in Restaurants, Bars oder Konzerte zu gehen, nicht wegen meiner Family sondern wegen all der Beschränkungen.

 

JB: Wo siehst’ Du Dich in 5 Jahren?

MW: Puh, in 5 Jahren? Wir haben dann vielleicht schon unser zweites Kind und aufgrund der Miet-Situation in München hoffe ich dass wir was schönes in Sendling gefunden haben das wir uns leisten können. Ansonsten haben wir noch die die Option raus aufs Land zu der Gärtnerei zu ziehen. Ein schöner Gedanke aber eigentlich würden wir gerne in Sendling bleiben. Beruflich habe ich gar keine Vision ehrlich gesagt, ich nehme alles wie es kommt. Arbeit gibt es immer und überall, vielleicht wird aus mir doch noch ein Gärtner, wer weiss, haha!

 

JB: Was macht Dich glücklich?

MW: Meine Familie und Freunde machen mich glücklich. Besonders mein kleiner Sohn Vinzi und mein Spatzl.

 

JB: München?

MW: Ja, das ist wohl sowas wie „mein Ort“. Ich habe das Gefühl immer mehr mit München zu verschmelzen wenn man das so bildlich ausdrücken will. Ich fühle mich hier einfach wohl.

 

JB: Wie sieht ein typischer Tag im Leben von Michael Wiethaus aus?

MW: Einen typischen Tag habe ich eigentlich nicht bzw. gerade ändert sich das auch alle paar Wochen wegen Vinzi. Er kommt jetzt dann in die Krippe also versuche ich mal da anzufangen. Also ich stehe auf, mache Kaffee und Frühstück und bringe Vinzi in die Krippe. Dann fahre ich entweder ins Büro, in den Shop oder in die Ifog und mache das was ich eben mache. Dann hole ich Vinzi ab, mache die Gegend unsicher mit ihm oder gehe auf den Spielplatz. Dann koche ich daheim was schönes und dann ab in die Falle!

 

JB: Was fällt Dir zu folgenden Stichwörtern ein?

- Social Media: Fluch und Segen

- Musik: Begleitet mich täglich

 -Vorbilder: Meine Eltern und Dani

- Flow: Wichtig!

 - Inspiration: Augen und Ohren offen halten!

- Abenteuer: Ich bin ein Schisser, aber nehme gerne das ein oder andere mit!

Mehr Arbeiten von Michael findet ihr hier: https://derbutter.com/